Schloss Broock – Die Geschichte
1331
Erste urkundliche Erwähnung als „castrum Broke“.
1422
Erwähnung des Berndt Buggenhagen als „slothere (Schlossherr) to dem Bruke“.
1652
Tod des Landmarschalls Andreas Buggenhagen (1583-1652), die Broocker Güter fallen an die schwedische Krone.
1653-1655
Junker Philipp Christoph von der Lancken (1617-1677), Besitzer von Broock.
1656-1678
Junker Philipp Buzlaff von Rotermund (1607-1667), Besitzer von Broock.
1678
Junker Friedrich Wilhelm von Horn (†1709), Rotermunds Schwiegersohn, Besitzer von Broock.
1690-1703
Die Broocker Güter werden von „Hoffmeister Friedrich Calbow“ administriert.
1703-1705
Der Broocker Güterkomplex ist lehnsfrei.
Das barocke Wappen der Familie von Linden.
Präsentation von Kutsch- und Reitpferden vor dem Schloss, ca. 1890.
1705
Der Stettiner Getreidegroßhändler Christian Linden (1646-1714) erhält vom schwedischen König das Adelspatent und die Broocker Güter als Lehen.
1770-1777
Generalmajor Christian Bogislaw von Linden (1707-1779), der Enkel Christian von Lindens, lässt im Bereich des Vorwerks das heutige Schloss errichten. Die alte Burg an der Tollense wird aufgegeben.
1779-1808
Lindens Witwe Anna Catharina Tugendreich (1747-1808), geb. von Heyden, Besitzerin von Broock.
1808
Carl Wilhelm von Gentzkow (1777-1835) erbt den Broocker Güterkomplex.
1810
Gentzkow gründet das Broocker Gestüt.
1835
Die minderjährigen Geschwister Carl Ernst Rudolf (1816-1840) und Emilie Luise von Gentzkow (1820-1889) erben den Besitz.
1837
Emilie von Gentzkow heiratet ihren Cousin Hans Carl Franz Alexander Reichsfreiherr von Seckendorff (1809-1883).
1840
Carl Ernst Rudolf von Gentzkow stirbt, seine Schwester Emilie erbt die Broockschen Güter.
1841-1843
Friedrich August Stüler (1800-1865) erhält den Auftrag zum Umbau des Schlosses im Stil der „castle-gothic“. Peter Joseph Lenné (1789-1866) liefert zeitgleich den Entwurf zur Umgestaltung des Parks in einen englischen Landschaftsgarten.
Hans Carl Franz Alexander Reichsfreiherr von Seckendorff, ca. 1845
Silberhochzeit auf Broock, 19.09.1900 –
Adolf von Seckendorff und seine Frau Martha, geb. von Heyden-Plötz, im Kreis ihrer Kinder und Nachbarn.
1889
Adolf Freiherr von Seckendorff (1846-1916), Neffe und Adoptivsohn von H. v. S., erbt die Güter und begründet die Schimmelzucht. Der Gesamtbesitz, bestehend aus den Gütern Broock, Buchhholz, Hohenbüssow, Sieden-büssow, Tentzerow und Sternfeld, umfasst eine zusammenhängende Fläche von 2.800 ha.
1916
Hans Freiherr von Seckendorff (1883-1934), Sohn von Adolf von Seckendorff, erbt den Broockschen Besitz.
1934
Hans von Seckendorff verkauft die Nebengüter, Broock verbleibt als Restgut mit ca. 300 ha. Nach dem Tod Seckendorffs (1934) wird Broock von der geschwisterlichen Erbengemeinschaft verpachtet.
1944
Beschlagnahme zur Einrichtung von Instituten der Universität Greifswald. Einlagerung von Teilen der „Prussia-Sammlung“.
1945
Entschädigungslose Enteignung im Zuge der „Demokratischen Bodenreform“. Im Schloss werden Flüchtlinge einquartiert, Kindergarten, Schule, Konsum und das Gemeindebüro eingerichtet.<
1974
VEB Kranbau Eberswalde kauft das Schloss. Das Schloss wird leergezogen, es folgen Plünderung und Verfall. Die Pläne ein Ferienheim für VEB-Arbeiter einzurichten werden niemals verwirklicht.
nach 1990
Die Treuhand wickelt Kranbau Eberswalde ab und verkauft Broock. Es folgen verschiedene private Eigentümer, der Verfall geht weiter.
2016
Der letzte Eigentümer gerät in die Insolvenz.
2017
Die Schloss Broock GmbH & Co. KG, vertreten durch Monika und Stefan Klinkenberg, erwirbt Schloss, Gutshof und Park, um ein Kultur- und Veranstaltungszentrum zu entwickeln. Der langjährige Broock-Aktivist Christian Schmidt wird als Projektleiter eingesetzt. Das Bahnhofsgebäude in Sternfeld wird erworben, um es als Empfangsstation für Broock auszubauen.
2018
Die Notsicherungsmaßnahmen am Schloss beginnen. Die Genehmigungsfähigkeit des Nutzungskonzepts wurde vom Landkreis Vorpommern Greifswald durch einen Bauvorbescheid bestätigt.
2020/21
Umbau- und Ausbaumaßnahmen von Schloss und Nebengebäuden, Wiederherstellung der Parkanlage.
ab 2024
Voraussichtliche Aufnahme des Betriebs.
Schloss Broock, Eingangshalle, 2017